16. Februar 2010

Das alte Gleis in Markersdorf


Das alte Gleis

Hölzerne Schwellen erzwingen kurzen Schritt,
geben meinem Lied einen neuen Takt.
Gewichtig spielt sich der Weichenhebel auf,
gibt Richtung vor , für wen?

Ein Leben lang funktioniert,
geduldig hast du der Züge Last getragen,
und am Bahnhof: Tränen und Küsse,
von Abschied und Wiedersehen.

Zur Ruhe gekommen bist du nun,
Trauerst ein wenig,
das Singen in den Schienen ist verstummt,
alles hat seine Zeit.

Gras und Blumen schmücken dich,
die Eidechse sonnt sich auf den warmen Eisen.
An die Schiene leg ich mein Ohr,
höre was du zu erzählen hast...

und

Du singst mir ein Lied.


Kommentare:

Rachel hat gesagt…

Uwe-Jens,
einfach wunderschön, Foto und Text, du Lieber, echt, Klasse...

herzlichst, Rachel

zeder hat gesagt…

Danke, bloß bei mir sprudeln die Worte nicht so leicht...